Alle Artikel von Klaus Heil

Über Klaus Heil

Klaus Heil ist Leiter des Fundraisingbüros der Diözese Hildesheim, einer bundesweit tätigen Agentur für Fundraising und Organisations-entwicklung. Das Fundraisingbüro ist zentraler Kooperationspartner des Zentrums für systemisches Fundraising.

Kirche lernt Fundraising – Teil 2: Mailingaufbau und Mailingplanung

Maximaler Erfolg bei minimalem Aufwand – aber wie?

©-jopix.de-Fotolia.com

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Ein Mailing ist eine Form der Fundraising-Massenkommunikation, das ich stets dann einsetze, wenn eine persönliche 1:1 – Kommunikation nicht mehr möglich bzw. nicht mehr leistbar ist. Deshalb steht auch bei der gesamten Konzeption eines Mailings stets das fiktive Bild einer persönlichen Ansprache als Folie für die gesamte Konzeption und Umsetzung im Vordergrund.

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Kirche lernt Fundraising – Teil 1: Warum Mailings steile Lernkurven bieten

Die einen sagen “Bettelbriefe”, wir sagen:
erfolgsorientierte Kommunikation!

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Ein Mailing, also die Aussendung von persönlich adressierten Spendenbriefen, ist immer noch das Mittel der Wahl beim Aufbau einer Spenderbasis. Alle anderen Mittel und Kanäle, durch die eine zielgerichtete und erfolgsorientierte Kommunikation erreicht werden soll, haben derzeit (und noch auf Jahre hinaus) deutlich weniger Erfolg. Dies gilt umso mehr für Zielgruppen, die grundsätzlich positiv an eine Organisation gebunden sind, wenn diese eher in einem werteorientierten Kontext steht – all das trifft auf jeden Fall auf die Mitglieder der verfassten Kirche zu. Insofern steht für uns außer Frage, dass eine erfolgsorientierte Kommunikation mit dem Ziel, Bindung und Spenden in einer möglichst großen Zielgruppe zu generieren, im Mittelpunkt der Strategien zum Aufbau des Fundraisings steht.
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Macht die Kirchensteuer träge?

Mit Fundraising den Aufbruch in neue Dimensionen wagen.

© fotolia/Marco2811

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Die Kirchensteuer geht zurück. Das Geld wird weniger. Alles wird schwerer. Rote Zahlen, wohin wir auch schauen: So ist der Mainstream der Gespräche, Diskussionen und vor allem der Klagen über dieses Thema. Richtig ist, dass die Haushalte vieler Bistümer angespannt sind und immer angespannter werden. Ähnliches hört man auch von den evangelischen Schwesterkirchen. Wie kann das sein?

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Fundraising als Chefsache: Ganz oben ist die Luft nicht dünn, sondern schlecht!

Die Bedingungen, unter denen wir leben, arbeiten und lieben verändern sich in den letzten zwanzig Jahren rasant. Nach einer gefühlten Ewigkeit von Stabilität und immerwährendem Aufschwung – die in Wirklichkeit gar nicht so lange gedauert hat – scheinen die Dinge um uns herum stets aufs Neue in Frage gestellt zu werden. Eine „Revolution“ löst die nächste ab. Auf „Generation X“ folgt „Generation Y“ und jüngst „Generation Z“. Jetzt müssten wir mit den Umlauten weiter machen…

Nur eines scheint sich nicht zu ändern: Das Gefühl, dass „die da oben“, die uns leiten und führen, wechselweise ohne Ahnung sind, oder borniert, unfähig, ohne soziale Kompetenz, Antreiber ohne Sinn und Verstand – die Liste ließe sich unschwer verlängern.

Fundraising als Chefsache braucht nicht unbedingt Helden!

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Im Fundraising der heutigen Zeit wird derweil stolz vermeldet, wenn das Management Fundraising zur „Chefsache“ erklärt. Aber vielerorts mangelt es noch immer an der Übereinstimmung von Wort und Tat. Continue reading

Dancing in the Dark

Jedes Jahr im Januar ist es soweit: Die Szene der Großgruppen-ModeratorInnen trifft sich bei Mathias zur Bonsen in Oberursel zum Lernforum Großgruppen. Und immer wieder wird es am Sonntag, dem ersten Tag, spannend: hier kommt stets ein neuer Impuls, manchmal skurril, oft überraschend und immer sehr spannend.

Dieses Mal ein echtes Experiment: 140 Menschen arbeiten zusammen in einem komplett abgedunkelten Raum – alle, jeder und jede zu 4er-Gruppen im Stuhlkreis. Und nichts, aber auch gar nichts leuchtet. Armbanduhren, Handys werden abgelegt und weggesteckt, sogar die Leuchtdioden von Mikros und Verstärkern sind abgeklebt. Alle Ritzen an Fenstern und Türen sind abgedichtet. Zum Glück gibt’s eine Klimaanlage… Aber sehen können wir nichts mehr! Ganz gleich, ob du die Augen zu machst oder öffnest: Diese absolute Schwärze bleibt undurchdringlich für den Blick. Continue reading

Die gelungene Zukunft: Denken Sie im Futur II !

Dieses Buch als Ferienlektüre und mein Tipp: sich als Fundraiserin und Fundraiser einmal ganz bewusst auf diese wundervollen, leicht zu lesenden Denkfiguren einlassen. Und anders aus dem Urlaub rauskommen, als Sie hineingegangen sind.

Harald Welzer ist Professor für Transformationsdesign, sein Thema sind Veränderungsprozesse. Und das Thema seines Buches ist die schleichende Verführung einer industriellen Denklogik, die sich über viele Jahrzehnte hinweg scheinbar unkontrolliert entwickeln durfte und uns suggeriert, dass in der kleinteiligen Optimierung von Prozessen unser Erfolg und unser Heil liegt. Diese Logik hat uns unser Gespür, unser Gefühl für die ganzen und großen Dimensionen unseres Lebens und unserer Umwelt weitgehend genommen. Und uns gleichzeitig gestattet, uns mit immer weniger immer intensiver zu beschäftigen, und nur noch für das Kleine verantwortlich sein zu müssen. Continue reading