Alle Artikel von Susanne Reuter

Über Susanne Reuter

Susanne Reuter ist geschäftsführende Gesellschafterin der Zentrum für Systemisches Fundraising. Seit 2005 verbindet sie systemische Organisationsberatung mit Fundraising und führt die Methode Systemisches Fundraising in die Fundraisinglandschaft ein.

Probier’s mal mit… Gelassenheit?!

© djama - Fotolia.com

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Warum sich die Arbeit an der inneren Haltung lohnt.

Kennen Sie das auch? Dieses Gefühl, wenn Sie als Führungskraft, Fundraiserin, Ehrenamtliche oder Mitarbeiter Ihre Vorschläge abgeliefert haben und die anderen seit Ewigkeiten darüber diskutieren? Wo eigentlich längst klar sein müsste, dass doch Ihre Logik bestechend ist! Oder wenn Sie unbedingt das Eine noch durchbringen wollen, weil augenscheinlich die Zeit drängt und Sie es endlich vom Tisch haben wollen? Oder das Wissen, sich schon viel zu lange im Hamsterrad zu drehen, aber zu glauben: nur noch diese eine Runde, dann…? Oder das ungute Gefühl, wenn ein Konflikt aufkeimt und auch Sie sofort ganz viel dafür tun, dass sich alle ganz schnell wieder „lieb haben“? Ich könnte hier noch jede Menge weiterer Beispiele nennen und Sie erkennen sich vielleicht wieder. In solchen Momenten spüren wir Anspannung, Stress, Kontrollbedürfnis, Verbissenheit, Angst, Bedrängnis, Überforderung, … Wer will sich schon so fühlen?

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Schulung allein macht noch keinen Fundraisingaufbau…

Klaus Heil und Susanne Reuter zur Frage, wie „Systemisches Fundraising“ in der Fortbildung funktioniert (Teil 3).
Prozessarchitektur

Fortbildung wird in einen Entwicklungsprozess integriert: Das Wie zeigt die Prozessarchitektur.

Erinnern Sie sich noch an Teil 2? Der endete so: Wir wissen, dass systematisches und professionell durchgeführtes Fundraising nicht von allen als eine passende und selbstverständliche Aktivität oder gar als wirklich notwendige Säule zur Finanzierung und Zukunftssicherung gesehen wird. Das hat vor allem mit den – gewachsenen und durchaus gewollten – Strukturen der betreffenden Organisation oder Einrichtung zu tun. Diese Strukturen existieren nicht nur formal, sondern spiegeln sich auch in den Einstellungen und Haltungen der jeweiligen (haupt- oder ehrenamtlichen) Mitarbeitenden wider. Wir finden also jeweils eine Kultur vor, die Fundraising in ganz unterschiedlicher Weise ermöglicht oder behindert, möglicherweise sogar beides zugleich, je nach Größe der Organisation.

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Unser Lesetipp für die Urlaubszeit:

Vergiß mal alle Tools…!?

Den Werkzeugkasten einfach mal im Keller verstauen.

Den Werkzeugkasten einfach mal im Keller verstauen.

“Angesichts der überall präsenten Aufforderung zu ständigem und lebenslangem Lernen, der sich eigentlich niemand mehr entziehen sollte, muss gefragt werden, ob das Fass nicht irgendwann überläuft. Ist es da nicht zweckmäßig, auch das Verlernen in Erwägung zu ziehen?

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Nach jeder Präsenzeinheit kommt das reale Leben…

Klaus Heil und Susanne Reuter zur Frage, wie „Systemisches Fundraising“ in der Fortbildung funktioniert (Teil 2).
Transfer in die Realität

Fundraisingauf- und -einbau bedeutet Veränderungen anzustoßen

Ein großes Lernfeld – wie kann da der Transfer gelingen?

Unsere Präsenzeinheiten (3 mal 3 Tage) richten den Fokus gezielt auf die Verbindung von Fach- und Prozesskompetenz, die Umsetzungskompetenz wächst also simultan. Sowohl die Vermittlung von Methoden und Instrumenten („harte Faktoren“) als auch die Sensibilisierung für die Prozessdynamik („weiche Faktoren“) bauen dabei auf vorhandene Kompetenzen der TeilnehmerInnen auf und beziehen sie explizit mit ein. Diese unverzichtbaren Anknüpfungspunkte – wir haben das bereits in Teil 1 beschrieben – sind bei jedem Teilnehmer anders ausgeprägt, die Wirkungen deshalb höchst unterschiedlich. Continue reading

Erwachsene lernen anders

Klaus Heil und Susanne Reuter zur Frage, wie „Systemisches Fundraising“ in der Fortbildung funktioniert. (Teil 1)
Klaus Heil und Reimund Wolf, Dozenten

Nochmal die Schulbank drücken? Klaus Heil sagt: “Nicht in der Fortbildung Systemisches Fundraising!”

Was verstehen Sie unter Lernen? Die meisten denken an ihre Schulzeit zurück oder an die Berufsschule während der Lehre. Und in neuerer Zeit einige auch an ihr Studium, seit das Studieren so „verschult“ ist. Wir denken dann vor allem an Wissen (müssen), Auswendiglernen, Frontalunterricht, Klausuren und Prüfungen – all das, was mit dem treffenden Begriff „Stoffhuberei“ bezeichnet wird: Möglichst viel möglichst schnell in den Kopf kriegen…

Denken Sie gerne daran zurück? Wir nicht…

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Dialog, Dialog, Dialog!

Wie kommt Neues in die Welt des immer Gleichen?

Fundraising-Kongress 2014 – Nachbetrachtungen

War da etwa eine Palastrevolution im Gange? Nicht erst seit der letzten Mitgliederversammlung vor genau einem Jahr brodelt es im engagierten Teil der Mitglieder. Der Ruf nach Veränderungen im Deutschen Fundraising Verband (DFRV) ist nicht mehr zu übergehen überhören. Nach dem Motto „selbst ist das Mitglied“ nehmen einige Mutige das Herz in die Hand und fangen an. Kein leichter Weg, wie wir dann hinter den Kulissen vor dem und beim Deutschen Fundraising Kongress 2014 beobachten dürfen. Da wird mit allen Mitteln gekämpft – aber wofür (oder wogegen) genau eigentlich…?

Egal, jetzt ist der neue Vorstand gewählt!
Nach den Vorstandswahlen: Das neue Team steht!

©Christoph Müllerleile

Glückwunsch an die beherzten KollegInnen – wir halten die Daumen, dass mit ihnen Neues kommen kann und darf. Unterstützung werden sie bekommen. Das ist ein wichtiges Ergebnis des sogenannten „Sonderworkshops zur Gegenwart und Zukunft des Deutschen Fundraising Verbandes“.

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Lass Sterntaler vom Himmel regnen! Großspenden-Fundraising

Und wieder scheint es, als werde ein neues Viech durchs Dorf getrieben. Mit Verheißungen allerorten: Du musst es nur RICHTIG machen. Dann winkt Dir der große, der mächtige Erfolg. Warren Buffet, Bill & Linda Gates, Dagobert Duck (setze hier einfach einen beliebigen schwerreichen Menschen ein) wird über Dich kommen und Dir und Deiner Organisation eine wundervolle, sorgenlose Zeit bescheren. Das Fundraiser-Magazin widmet gleich eine ganze Ausgabe diesem Thema.

Satire oder Wirklichkeit?

Sterntaler: © askaja - Fotolia

Sterntaler: © askaja – Fotolia

Sie kennen das auch: Der Vorstand einer Organisation will endlich den Sprung ins kalte Wasser wagen und eine ganze (!) Fundraising-Stelle einrichten. Erst einmal für zwei Jahre, man weiß ja nie, natürlich. Aber die beste Idee hat ein in Finanzdingen erfahrenes Vorstandsmitglied: Man möge doch das Fundraising ab sofort auf Großspender konzentrieren. Wie man hört, seien mehrere hunderttausend Euro Ertrag pro Jahr gang und gäbe in diesem speziellen und Wunder vollen Segment des Fundraisings. Und es liegt doch auf der Hand, dass da ein schier unschlagbares Verhältnis von Aufwand und Erlös entsteht. Warum ist da vorher bloß keiner drauf gekommen? Warum diese Mühen mit den vielen, kleinen Spenden?! Wir schicken mal unseren Verantwortlichen in eine der Großspenden-Fundraiser-Fortbildungen – dann wird das schon…

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Was ist eigentlich Fundraising?

Fundraising wird als die umfassende Mittelbeschaffung einer Organisation verstanden. Das können Finanz- oder Sachmittel sein, Rechte, Lizenzen und Informationen, Arbeits- oder Zeitspenden von Ehrenamtlichen oder unentgeltliche Dienstleistungen, es können aber genauso gut wichtige Kontakte oder Beziehungen zu relevanten Persönlichkeiten oder Personengruppen sein. Wir erleben jedoch immer wieder, dass der Begriff Fundraising meist auf die Einwerbung finanzieller Mittel reduziert wird – übrigens auch von ausgebildeten FundraiserInnen und sehr gerne von Journalisten. Deshalb wird er häufig kurzer Hand mit „Spendenwerbung“ übersetzt. (Siehe hierzu auch Kai Dörfners Blog.)

Gemeint jedoch ist viel mehr:

Das Wort stammt aus dem Englischen und ist zusammengesetzt aus „to raise“ und „funds“. Das heißt im übertragenen Sinne „Quellen erschließen“ oder gar „Schätze heben“. Continue reading

Zwei Buchempfehlungen für stürmische Herbstabende

Heute zwei Buchempfehlungen für die Lektüre an stürmischen Herbstabenden oder auf längeren Dienstreisen in der Bahn:

Einfach mal NICHTS tun!
Jedem Zeitgenossen, der sich ständig unter dem Druck fühlt, aktiver-kreativer-schneller-effektiver arbeiten zu müssen, wird womöglich schon bei diesem Titel schwindlig. Recht so! Denn Marvin Weisbord und Sandra Janoff, erfahrene und international bekannte Begleiter des von ihnen entwickelten Future Search Verfahrens, stellen in alle gängigen Vorstellungen über das Leiten und Gestalten von Treffen, Sitzungen, Konferenzen etc. auf den Kopf. Sie zeigen, wie jedes der täglich millionenfach stattfindenden Treffen – ganz gleich wo auf der Welt – als natürliche Gelegenheit genutzt werden kann, aus jedem einzelnen dieser Treffen etwas ganz Besonderes zu machen. Und so Schritt für Schritt die Welt zu verändern.

Wenn rechts links ist und links rechtsWer sein Handeln an einer Entweder-oder-Logik orientiert, ist zum Scheitern verurteilt. Das Leben funktioniert anders als die Logik. Ambivalenz ist daher angemessen und der Normalfall: ein Zeichen von Intelligenz und Rationalität. Wer seine Ziele erreichen will, muss in der Lage sein, um die Ecke zu denken. Welche Handlungsstrategien lassen sich für die Bewältigung von Paradoxien und widersprüchlichen Zielen entwickeln? Ein erhellendes und unterhaltsames Buch.