Coaching für Führungskräfte in der Fundraising- und Verbandsentwicklung


Change-Prozesse und Organisationsentwicklung sind für alle Mitwirkenden eine komplexe Herausforderung. Auf den Führungskräften lastet dabei besonders viel Verantwortung, denn von ihnen hängt maßgeblich ab, ob ein Vorhaben erfolgreich umgesetzt werden kann oder nicht.

Change-Prozesse mit Führungskräften

Verbandsentwicklung fängt “oben” an

Coaching: komplementär und integrativ

Wir messen dem persönlichen Coaching als integrativer und komplementärer Bestandteil deshalb eine zentrale Rolle für den Fundraisingaufbau und das Veränderungsmanagement bei. Das Coaching wird von uns als eine ziel- und lösungsorientierte Begleitung zur Verbesserung der persönlichen Selbstreflexion sowie der individuellen Lern- und Leistungsfähigkeit verstanden. Es stärkt die Protagonisten in ihrer Rolle und trägt entscheidend zur notwendigen Dynamik von Entwicklungsvorhaben bei.

Michael Karmann hat das Coaching des Zentrums für Systemisches Fundraising mehrere Male innerhalb des Fundraisingentwicklungsprozesses (über einen Zeitraum von zweieinhalb Jahren hinweg) wahrgenommen. Wir danken ihm sehr, dass er hier im Blog seine Erfahrungen teilt:

Michael Karmann

Michael Karmann, Geschäftsführer des SKM Diözesanvereins Freiburg e. V.

Für mich als Geschäftsführer einer karitativen Organisation sind in den Zeiten des Übergangs und des ständigen Wandels die Führungsaufgaben und damit die Anforderungen an Führungskräfte und Leitungspersonen eine große Herausforderung geworden. Die Dachorganisation, bei der ich wirke, hatte sich entschieden, strategisches Fundraising mit und in den Untergruppierungen im Verband zu implementieren.

Es wurde nach gut einem Jahr deutlich, dass wir mit den lokalen Change-Prozessen bereits einen Teil des Ziels auf dem Weg erreicht haben. Flankierend kam für mich als Leitungskraft ein Individualcoaching in Frage, um meine unterschiedlichen Rollen im Prozess zu reflektieren, strategische Entscheidungen vorzubereiten und den Prozess selbst zu strukturieren.

Start mit großem Erwartungsdruck

Zu Beginn des Fundraisingaufbaus gab es viele Ideen, mit denen sowohl Zeit- als auch Geldspenden gewonnen werden könnten. Wir setzten – entgegen den Ratschlägen der Fachliteratur – direkt auf „Erbschaftsfundraising“. Die Erwartungen waren groß und der Verband hatte „Geld in die Hand genommen“, um alle örtlichen Gruppierungen mit auf den Weg zu nehmen. Nach enttäuschenden Erfahrungen wurde für mich im Coaching deutlich, dass die planerischen Zielsetzungen und Aufgaben im Vordergrund stehen und nicht die Frage, welches Instrument oder welche Maßnahme des Fundraisings als Erstes umgesetzt werden sollte. Dies hat mich als Leitungskraft entlastet, da ich mir den ersten „Erfolgsdruck“ durch das Coaching genommen und ich mir neue Weg eröffnet habe, die mir immer wieder Ziel- und Planungssicherheit für das weitere Vorgehen gegeben haben.

Coaching ist auch wie eine persönliche Wohltat

Sich im Coachingprozess mit zirkulären Fragen zu beschäftigen war eine Wohltat. Mein Coach stellte mir Fragen wie z.B.: “Was glauben sie, wie würden Ihre Spenderinnen und Spender Ihre Organisation empfehlen?” “Was bewirkt die Entscheidung des Vorstands der Dachorganisation bei den Ehrenamtlichen vor Ort?” “Wie beschreiben Sie den Zustand Ihrer Organisation, wenn alle Untergruppierung strategisches Fundraising betreiben?” Es ist eben auch dieser Perspektivwechsel, den der Coach anstößt und der mir nicht nur neue Sichtweisen, sondern auch erweiterte Handlungsoptionen aufzeigt.

Heute möchte ich das Coaching nicht mehr missen, da meine Arbeit an Qualität gewonnen hat und weil weniger nach den Ursachen geforscht wird, sondern vielmehr die Lösungsorientierung im Vordergrund steht. Ich empfehle an dieser Stelle, bei Veränderungen in der Organisation (…und im eigenen Leben…) sich einen Coachingprozess zu gönnen.

Über Michael Karmann

Michael Karmann ist Geschäftsführer des SKM Diözesanvereins Freiburg e. V. und verantwortlich für die Beratung und Begleitung der örtlichen SKM-Vereine in der Erzdiözese. Der Dipl. Sozialpädagoge und Dipl. Pädagoge hat dort unter anderem den Fundraisingaufbau und die Verbandsentwicklung initiiert und begleitet.