Schlagwort-Archiv: Change

Macht die Kirchensteuer träge?

Mit Fundraising den Aufbruch in neue Dimensionen wagen.

© fotolia/Marco2811

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Die Kirchensteuer geht zurück. Das Geld wird weniger. Alles wird schwerer. Rote Zahlen, wohin wir auch schauen: So ist der Mainstream der Gespräche, Diskussionen und vor allem der Klagen über dieses Thema. Richtig ist, dass die Haushalte vieler Bistümer angespannt sind und immer angespannter werden. Ähnliches hört man auch von den evangelischen Schwesterkirchen. Wie kann das sein?

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… und jetzt auch noch Fundraising!

In lockerer Reihenfolge stellen sich unsere Teammitglieder mit Ihren “Lieblingsthemen” im Fundraising und in der Beratung vor. Heute: Andrea Rokuß mit einer systemischen Betrachtung des Veränderungsprozesses Fundraising.

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Andrea Rokuß ist seit Januar 2016 freie Beraterin im Zentrum für Systemisches Fundraising.

Alles ändert sich – heute oft schneller, als uns lieb ist. Damit haben auch Organisationen zu kämpfen. Veränderung muss “echt” sein – bestehende Konzepte und Strukturen lediglich zu überarbeiten, reicht nicht (mehr). Nicht selten muss eine komplette Neuaufstellung her.

Wenn’s ans Eingemachte geht, ist ein grundsätzliches Umdenken aller MitarbeiterInnen der Organisationen gefordert. Dafür brauchen sie einen hohen Grad an Engagement und die Überzeugung, dass anstehende Prozesse systemisch betrachtet werden müssen, um adäquat agieren zu können. Sie brauchen einen Blick für das kleine und das große Ganze. Das heißt: Raus aus der Komfortzone und Abschied nehmen von liebgewonnenen Nischen.

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Fundraising erfolgreich weiterentwickeln – Interne Beteiligungsmodelle schaffen den notwendigen Wandel

(Oder: Warum Fundraiser doch nicht um Organisationsentwicklung
herum kommen…)

Immer wieder hört man in der Szene Klagen über Mängel an diesem oder jenem in der Institutional Readiness (nach dem Motto: „Wenn das doch mal so oder so wäre…, wenn die doch nur mal… – ja dann könnten alle Tools und Maßnahmen so erfolgreich sein!“) Wir sagen: Organisationsentwicklung, Changemanagement und interne Beteiligungsmodelle für den strategischen Wandel bilden ein unabdingbares Begleitprogramm, wenn alle zukünftigen und bewährten Fundraising-Tools erfolgreich sein sollen. Deshalb gilt es auch für FundraiserInnen, die Organisationsrealität mutig in den Blick zu nehmen und bewusst methodisch damit und daran zu arbeiten.

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„Fragen können wie Küsse schmecken“

Weihnachtszeit - Zeit für Geschenke

Weihnachtszeit – Zeit für Geschenke © powerstock-Fotolia

Gute Fragen sind wie ein Geschenk – Lesetipps für die Winterzeit

Weihnachten steht vor der Tür. Die Zeit des Schenkens und Beschenktwerdens – und zwar nicht nur materiell (es geht jetzt nicht um die Geschenkeberge oder den Konsumterror), sondern vor allem spirituell, sinnlich, emotional. Es ist eine Zeit, in der wir viel darüber nachdenken, was der Andere braucht oder was ihr/ihm Freude machen könnte.

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Probier’s mal mit… Gelassenheit?!

© djama - Fotolia.com

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Warum sich die Arbeit an der inneren Haltung lohnt.

Kennen Sie das auch? Dieses Gefühl, wenn Sie als Führungskraft, Fundraiserin, Ehrenamtliche oder Mitarbeiter Ihre Vorschläge abgeliefert haben und die anderen seit Ewigkeiten darüber diskutieren? Wo eigentlich längst klar sein müsste, dass doch Ihre Logik bestechend ist! Oder wenn Sie unbedingt das Eine noch durchbringen wollen, weil augenscheinlich die Zeit drängt und Sie es endlich vom Tisch haben wollen? Oder das Wissen, sich schon viel zu lange im Hamsterrad zu drehen, aber zu glauben: nur noch diese eine Runde, dann…? Oder das ungute Gefühl, wenn ein Konflikt aufkeimt und auch Sie sofort ganz viel dafür tun, dass sich alle ganz schnell wieder „lieb haben“? Ich könnte hier noch jede Menge weiterer Beispiele nennen und Sie erkennen sich vielleicht wieder. In solchen Momenten spüren wir Anspannung, Stress, Kontrollbedürfnis, Verbissenheit, Angst, Bedrängnis, Überforderung, … Wer will sich schon so fühlen?

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Schulung allein macht noch keinen Fundraisingaufbau…

Klaus Heil und Susanne Reuter zur Frage, wie „Systemisches Fundraising“ in der Fortbildung funktioniert (Teil 3).
Prozessarchitektur

Fortbildung wird in einen Entwicklungsprozess integriert: Das Wie zeigt die Prozessarchitektur.

Erinnern Sie sich noch an Teil 2? Der endete so: Wir wissen, dass systematisches und professionell durchgeführtes Fundraising nicht von allen als eine passende und selbstverständliche Aktivität oder gar als wirklich notwendige Säule zur Finanzierung und Zukunftssicherung gesehen wird. Das hat vor allem mit den – gewachsenen und durchaus gewollten – Strukturen der betreffenden Organisation oder Einrichtung zu tun. Diese Strukturen existieren nicht nur formal, sondern spiegeln sich auch in den Einstellungen und Haltungen der jeweiligen (haupt- oder ehrenamtlichen) Mitarbeitenden wider. Wir finden also jeweils eine Kultur vor, die Fundraising in ganz unterschiedlicher Weise ermöglicht oder behindert, möglicherweise sogar beides zugleich, je nach Größe der Organisation.

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Unser Lesetipp für die Urlaubszeit:

Vergiß mal alle Tools…!?

Den Werkzeugkasten einfach mal im Keller verstauen.

Den Werkzeugkasten einfach mal im Keller verstauen.

“Angesichts der überall präsenten Aufforderung zu ständigem und lebenslangem Lernen, der sich eigentlich niemand mehr entziehen sollte, muss gefragt werden, ob das Fass nicht irgendwann überläuft. Ist es da nicht zweckmäßig, auch das Verlernen in Erwägung zu ziehen?

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Alles Coaching, oder was ?!

Nach Feierabend-Coaching, Familien-Coaching, Feng-Shui-Coaching, nun also auch Fundraising-Coaching: Die inflationäre Verwendung des Bindestrichs, mit dem das Beratungsformat „Coaching“ mit allerlei Themen zu einer Art Trainings-Tool legiert wird  (ja, auch Hunde-Coaching und Wohn-Coaching wurden bereits erfunden), feiert fröhliche Urstände – wer den Begriff “Fundraising-Coaching” googelt, stößt auf Tausende von Einträgen

Coaching für alles und jedes?

Inflation im Goldfischglas?
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Coaching ist eine eigene Profession

Geläufig wurde der mittlerweile arg strapazierte Begriff „Coaching“ seit Ende des 19. Jahrhunderts in der Welt des Berufssports. Im allgemeinen Arbeitskontext aber wird „Coaching“ heute definiert als “professionelle Beratung, Begleitung und Unterstützung von Personen in Führungs- und Steuerungsfunktionen und von Experten in Organisationen” (Ulrike Wolff, Definition des Praxisfeldes Coaching, in: Coaching als Profession, Deutscher Bundesverband Coaching DBVC [Hrsg.], Osnabrück 2010, S. 18).

Familie, Feierabend, Feng-Shui – und jetzt Fundraising?

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Fundraising als Chefsache: Ganz oben ist die Luft nicht dünn, sondern schlecht!

Die Bedingungen, unter denen wir leben, arbeiten und lieben verändern sich in den letzten zwanzig Jahren rasant. Nach einer gefühlten Ewigkeit von Stabilität und immerwährendem Aufschwung – die in Wirklichkeit gar nicht so lange gedauert hat – scheinen die Dinge um uns herum stets aufs Neue in Frage gestellt zu werden. Eine „Revolution“ löst die nächste ab. Auf „Generation X“ folgt „Generation Y“ und jüngst „Generation Z“. Jetzt müssten wir mit den Umlauten weiter machen…

Nur eines scheint sich nicht zu ändern: Das Gefühl, dass „die da oben“, die uns leiten und führen, wechselweise ohne Ahnung sind, oder borniert, unfähig, ohne soziale Kompetenz, Antreiber ohne Sinn und Verstand – die Liste ließe sich unschwer verlängern.

Fundraising als Chefsache braucht nicht unbedingt Helden!

© Tommaso Lizzul – Fotolia.com

Im Fundraising der heutigen Zeit wird derweil stolz vermeldet, wenn das Management Fundraising zur „Chefsache“ erklärt. Aber vielerorts mangelt es noch immer an der Übereinstimmung von Wort und Tat. Continue reading

Die gelungene Zukunft: Denken Sie im Futur II !

Dieses Buch als Ferienlektüre und mein Tipp: sich als Fundraiserin und Fundraiser einmal ganz bewusst auf diese wundervollen, leicht zu lesenden Denkfiguren einlassen. Und anders aus dem Urlaub rauskommen, als Sie hineingegangen sind.

Harald Welzer ist Professor für Transformationsdesign, sein Thema sind Veränderungsprozesse. Und das Thema seines Buches ist die schleichende Verführung einer industriellen Denklogik, die sich über viele Jahrzehnte hinweg scheinbar unkontrolliert entwickeln durfte und uns suggeriert, dass in der kleinteiligen Optimierung von Prozessen unser Erfolg und unser Heil liegt. Diese Logik hat uns unser Gespür, unser Gefühl für die ganzen und großen Dimensionen unseres Lebens und unserer Umwelt weitgehend genommen. Und uns gleichzeitig gestattet, uns mit immer weniger immer intensiver zu beschäftigen, und nur noch für das Kleine verantwortlich sein zu müssen. Continue reading